Angst, ein ständiger Begleiter! Tipps gegen Ängste im Sport!

Immer mehr beschäftigt mich nicht nur in meiner sportpsychologischen Beratung das Thema Angst. Auch meine Klienten im klinischen Bereich kämpfen mit zahlreichen Ängsten und Unsicherheiten, denn die meist negativ empfundene Grundemotion zieht oft große Kreise. So hat  jeder mal Angst, oder nicht? Die Frage ist eher, ist jede Angst berechtigt? Und wenn nein, wann „passt“ es dann wirklich, einfach Angst zu haben?

Ängste führen zu Überlebenswichtigen Reaktionen, unberechtigt hemmen sie Körper und Geist. © Pexels | Kat Smith
Ängste führen zu Überlebenswichtigen Reaktionen, unberechtigt hemmen sie Körper und Geist. © Pexels | Kat Smith

Angst sichert prinzipiell unser Überleben, weshalb sie mit physiologischen Reaktionen einhergeht, die uns zum Beispiel die schnelle Flucht in Gefahrensituationen ermöglichen. Soweit zur Theorie. Doch was passiert wirklich in diesen sogenannten Extremsituationen? Spüren wir dann auch die Angst? Oder reagieren wir lediglich darauf?

Fakt ist: Der berechtigte Kampf ums Überleben steht für uns als Menschen an oberster Stelle, was eine Abfolge intuitiver Reaktionen zur Folge hat. So beschreibt es auch Timothy Gallway in seinem berühmten Werk „Inner Skiing“, wenn er meint, dass die berechtigte Angst niemals grübeln lässt, sondern als intuitive Reaktionsabfolge der Sicherung des gegenwärtigen Überlebens dient. Und darüber denkt man eben auch nicht groß nach.

Ängste übertragen sich auch unmittelbar auf unsere Sportpartner © Pexels | Matthias Zomer
Ängste übertragen sich auch unmittelbar auf unsere Sportpartner © Pexels | Matthias Zomer

Unberechtigte Angst beruht laut dem Trainer und Psychologen wiederum oft auf Vermutungen, Zweifeln und Zukunftssorgen. Berechtigte Angst bezieht sich stets auf die Gegenwart und wird auch nur in jener – nämlich in Form einer Reaktion – ausgelöst. Unberechtigte Angst erkennt man daran, dass sie sich oft in die Zukunft richtet.

Auch meine Freundin Mira – selbst eine begeisterte Schifahrerin – erzählte mir kürzlich von diesem Phänomen in Zusammenhang mit ihrem Freund. Er sei vor wenigen Wochen beinahe unter eine Lawine geraten. „Und weißt du was das Ärgste ist: Er hatte nicht mal Angst! Er hat einfach reagiert“, erzählte sie und ich verstand, was sie damit meinte…

Es ist die Angst, die uns ständig begleitet. Ordnen wir sie richtig ein, so rettet sie uns aus brenzligen Situationen und erhält uns am Leben. Nicht die Angst ist es also, vor der wir uns fürchten müssen, sondern unsere Einschätzung und unser Umgang damit.

Tipps gegen die Angst im Sport:
Auf die Gegenwart beziehen (Achtsamkeitsübungen können hilfreich sein!)
Üben, üben, üben
Wissen über Bewegungsabläufe stärken, um Sicherheit zu erlangen
Ein Trainingstagebuch führen und deine Stärken hervorheben
Sportpsychologische Begleitung in Anspruch nehmen
Nichts überstürzen – lieber einen Schritt zurück gehen, um neu durchstarten zu können

Vor allem im Sport beziehen wir viele Ängste auf die Zukunft, obwohl geübte Athleten intuitiv richtig und situationsangepasst reagieren  – nur müssen sie sich öfter daran erinnern…

Seit kurzem bin ich als eine der Österreichischen Sportpsychologen auf dem Portal die-sportpsychologen.de gelistet!Über mich
Ursprünglich aus dem Pferdesport kommend, habe ich bereits früh meine Leidenschaft für die Sportsychologie und das mentale Training entdeckt. Nach meinem Studium der Psychologie habe ich mich daher für eine Spezialisierung im Bereich Sportpsychologie entschieden. Als aktive Springreiterin und Marathonläuferin weiß ich, wie wichtig ein klarer Kopf, starke Nerven und ein ausgeglichenes Wesen beim Sport sind. Alle weiteren (mentalen) Themen, die ich im Sport als wichtig erachte, präsentiere ich euch jede Woche in meiner Kolumne.

Solltet ihr noch Fragen zu meiner Person oder meinen Leistungen haben, könnt ihr mich gerne unter johanna@mentalsportsconsulting.com kontaktieren! Ich freue mich auch über euren Besuch auf meiner Webseite und auf meinen Social Media Kanälen!
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