„Glaube in dir“, weil der „wichtigste mentale Muskel das Selbstbewusstsein ist!“ – Ein Erfahrungsbericht vom Tag der Sportpsychologie 2017

Unter dem Titel „Förden statt Selektion“ stand der diesjährige Tag der Sportpsychologie, den ich auch heuer wieder mit Spannung erwartete. 

Veranstaltet von meinem ehemaligen Ausbildungsleiter Dr. Christopher Willis (Center of Mental Excellence) wurden Mitte September einmal mehr beeindruckende Persönlichkeiten der Sportpsychologie in den Grillhof nach Igls eingeladen.

Rund 100 Teilnehmer aus dem Sport und der Psychologie waren im Grillhof in Igls dabei! © privat
Rund 100 Teilnehmer aus dem Sport und der Psychologie waren im Grillhof in Igls dabei! © privat

Allen Anfang machte dabei der Isländische Sportpsychologe und Trainer Johann Ingi Gunnarson. 
Der Diplom Psychologe sprach mit voller Begeisterung von seinem Beruf. Er trainierte unter anderem die isländische Nationalmannschaft im Handball sowie den THW Kiel und TUSEM Essen. Von der Wichtigkeit, in seine Athleten zu vertrauen hielt der mittlerweile als (Sport-)Psychologe tätige 63-Jährige dabei schon immer viel. 

Mit dem Ausspruch „Ich glaube in dir“ verdeutlichte er mit sympathischem Akzent und beeindruckend guten Deutschkenntnissen (er tat sich tatsächlich die Mühe an, den gesamten Vortrag auf deutsch zu halten) wie wichtig es ist, seinen Athleten genügend Vertrauen entgegen zu bringen. Mit den Worten „Das tolle an unserem Beruf ist, dass wir an unsere Sportler glauben können und ihnen genau dieses Gefühl vermitteln dürfen“, beschloss der erfahrene Coach seinen Vortrag.

Was ich ebenfalls aus Johann Ingi Gunnarsons Vortrag mitnehmen konnte:
„Zusammengehörigkeit in Teams ist einer der wichtigsten Punkte!“ 

„Zwei sind besser als einer, wenn sie zusammen als Individuum arbeiten“

„Der Selbstwert des Athleten ist entscheidend“ 
„Der wichtigste mentale Muskel ist das Selbstbewusstsein“

„Schaffe dir Anker, um den Fokus zu behalten“

„Übernimm Verantwortung für deine Denkweise“

„Gute Athleten lernen auch von schlechten Tagen“ 

„10% unsere Tage sind top, 10% sind mies, den Rest können wir aus dem Alltag mitnehmen“

„Sieger haben einen Plan, Verlierer haben eine Entschuldigung“

Was ist BEST PRACTICE? Johann Ingi Gunnarson erklärte, was Sportpsychologie für ihn ausmacht. © privat
Was ist BEST PRACTICE? Johann Ingi Gunnarson erklärte, was Sportpsychologie für ihn ausmacht. © privat
Auch mit dem isländischen Fussballer Liam Bossin arbeitete der Diplom Psychologe. © privat
Auch mit dem isländischen Fussballer Liam Bossin arbeitete der Diplom Psychologe. © privat

Sporthypnose um Erleben zu verstärken – Dr. Christoph Ebner im Workshop über die Macht des Unterbewussten!

Für den darauffolgenden Workshop habe ich mich bei Dr. Christoph Ebner angemeldet, der über das Thema Sporthypnose referierte. Damit bekam auch ich eine Einführung in einen Fachbereich, den ich zwar überaus spannend finde, mit dem ich mich bis dato aber noch nicht eher befasst habe.

Der in Osttirol beheimatete klinische Psychologe erklärte, was es mit Hypnose auf sich hat und erarbeitete gemeinsam mit uns anwesenden Trainern, Psychologen, Sportlern und Sportpsychologen die wichtigsten Fakten zur Hypnose.

Dr. Christoph Ebner war einer von fünf spannenden Referenten. © privat
Dr. Christoph Ebner war einer von fünf spannenden Referenten. © privat

Folgende Punkte sind mir von Dr. Christoph Ebner besonders im Kopf geblieben:



„Einer Hypnose geht immer Freiwilligkeit und Entspannung voraus“ 

„In Hypnose kann nichts gegen den Willen des Klienten passieren“

„Nach der Hypnose erinnert man sich an die relevanten Inhalte“
„Hypnose dient der Verstärkung von Erleben“ 

„In der Hypnose behält man stets die Kontrolle über sein Verhalten“ 



Um zu verdeutlichen, wie wichtig es in der Hypnose ist, sein Unterbewusstes zuzulassen, verwendete Dr. Christoph Ebner am Ende seines Workshops die Worte Goethes zu Schiller, als diesen eine Schreibblockade plagte:

„Hole doch einfach die Wachhunde des Intellekts vor den Toren des Geistes weg“

Kurzum: Eröffne deinem Unterbewusstsein neue Möglichkeiten, um dein Erleben zu verändern!

Christian Luthardt hat bereits mit zahlreichen (Nachwuchs-)Mannschaften gearbeitet. © privat
Christian Luthardt hat bereits mit zahlreichen (Nachwuchs-)Mannschaften gearbeitet. © privat

Sportpsychologie ist ganzheitlich – Christian Luthardt über die Relevanz von Interdisziplinarität!

Abschließend hielt Christian Luthardt, aktuell als Sportpsychologe beim Nachwuchs des FC Bayern München tätig, einen Vortrag zu der „Gestaltung von Lern- und Entwicklungskontexten & Lösungen für die Zukunft in der Betreuung von Nachwuchstalenten“.

Der früher in Spanien beschäftigte Sportpsychologe verdeutlichte dabei, dass einen Profi nicht nur sein Talent ausmacht, sondern auch Charakterzüge, Gewohnheiten und Fähigkeiten zählen. Dass Sportpsychologen interdisziplinärer in das Mannschaftsgefüge eingebettet werden müssen, erachtet der ehemalige Sportpsychologe von Bayer 04 Leverkusen ebenfalls als unumgänglich:

Der ehemalige Sportpsychologe von Bayer 04 Leverkusen erläuterte seine Modelle zur Förderung mit Perspektive. © privat
Der ehemalige Sportpsychologe von Bayer 04 Leverkusen erläuterte seine Modelle zur Förderung mit Perspektive. © privat

„Ich lerne als Sportpsychologe von jedem Einzelnen. Von Trainern, von Spielern und allen im Team genauso viel, wie sie von mir. Interdisziplinarität sollte gelebt werden, um wirklich allen im Team das Lernen zu ermöglichen. In der Sportpsychologie geht es darum, Gewohnheiten und Persönlichkeiten zu entwickeln. Weg vom „Spezialtrainer nur für den Kopf“ hin zur ganzheitlichen Integration in Teams und Mannschaften.“

Dass die Identitätsentwicklung des Athleten an erster Stelle steht verdeutlicht dieses Zitat, gezeigt von Chrtistian Luthardt. © privat
Dass die Identitätsentwicklung des Athleten an erster Stelle steht verdeutlicht dieses Zitat, gezeigt von Chrtistian Luthardt. © privat

Und nach einem Tag voller spannender Inhalte war auch mir einmal mehr klar: DAS möchte ich sein. Denn, um es mit den Worten von Johann Ingi Gunnarson zu sagen:

„Was soll es auch Schöneres geben, als Menschen den Glauben in sich selbst vermitteln zu können. „

 

Johanna

Über mich
Ursprünglich aus dem Pferdesport kommend, habe ich bereits früh meine Leidenschaft für die Sportsychologie und das mentale Training entdeckt. Nach meinem Studium der Psychologie habe ich mich daher für eine Spezialisierung im Bereich Sportpsychologie entschieden. Als aktive Springreiterin und Marathonläuferin weiß ich, wie wichtig ein klarer Kopf, starke Nerven und ein ausgeglichenes Wesen beim Sport sind. Alle weiteren (mentalen) Themen, die ich im Sport als wichtig erachte, präsentiere ich euch jede Woche in meiner Kolumne.

Solltet ihr noch Fragen zu meiner Person oder meinen Leistungen haben, könnt ihr mich gerne unter johanna@mentalsportsconsulting.com kontaktieren! Ich freue mich auch über euren Besuch auf meiner Webseite und auf meinen Social Media Kanälen!

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