In meinem Arbeitsalltag werde ich häufig von vier Beinen begleitet. In der psychologischen Arbeit und im Coaching eignen sich vor allem Pferde dafür, Erkenntnisse zu schaffen und wertfreie Begegnungen zu ermöglichen. Pferde agieren stets im Hier und Jetzt, kennen keine Vorannahmen, keine Rollen, keine Titel. Es zählt nicht, wer wir sind, sondern wie wir im Moment der Begegnung sind – ehrlich, unmittelbar, ohne Maske.

Diese Erfahrung mache ich mit meinen Klient:innen im Einzelsetting ebenso wie mit Teams, Führungskräften und in offenen Gruppen. Was sich dabei immer wieder zeigt: Pferde reagieren auf das, was ein Mensch tatsächlich ausstrahlt – nicht auf das, was er sagt oder zu sein versucht. Diese Echtheit schafft Erkenntnisse, die kein Gespräch und kein Seminarraum in dieser Tiefe ersetzen können.

Der doppelte Blick: Klinische Psychologin und Pferdeerfahrung
Was diese Arbeit trägt, ist die Verbindung zweier Welten, die ich beide aus erster Hand kenne. Pferde sind für mich keine therapeutische Metapher, sondern gelebte Realität: als aktive Springreiterin, als erfahrene Psychologin im Pferdesport und als ehemalige Funktionärin in diesem Bereich bringe ich ein tiefes Verständnis für beide Seiten mit – die menschliche Psyche und das Pferd.
Genau dieser doppelte Blick macht den Unterschied. Als Klinische Psychologin achte ich auch im pferdegestützten Setting auf die psychologischen Mechanismen, die im Hintergrund wirken: Ich kann Belastungen frühzeitig erkennen, Themen professionell einordnen und dort fundiert begleiten, wo eine Begleitung ohne klinischen Hintergrund an ihre Grenzen stößt. Das erlaubt es mir, auch in herausfordernden Lebensphasen sicher zu begleiten – nicht nur mit dem Pferd als Spiegel, sondern mit dem geschulten Blick einer Fachperson, die weiß, wann ein Muster mehr ist als eine Momentaufnahme.

Für wen diese Begleitung gedacht ist
Diese Verbindung aus klinischer Psychologie und Pferdeerfahrung kommt ganz unterschiedlichen Menschen zugute: Einzelpersonen, die an Stress, Entscheidungsfindung oder innerer Unruhe arbeiten möchten; Führungskräften, die ihre Präsenz und Wirkung erleben und schärfen wollen; Teams, die Kommunikation und Vertrauen stärken möchten; und all jenen, die in einer offenen Gruppe unverbindlich hineinschnuppern und ihr eigenes Thema mitbringen wollen. Geritten wird dabei nie – die Arbeit findet ausschließlich vom Boden aus statt, Vorerfahrung mit Pferden ist keine Voraussetzung.

Warum jetzt? Ein Raum abseits des Bildschirms
Wir leben in einer Zeit der Dauererreichbarkeit, der Reizüberflutung, der ständigen digitalen Anschlussfähigkeit. Was oft als bloße Befindlichkeit abgetan wird, ist in Wahrheit eine klinisch messbare Belastung: Unser Nervensystem ist nicht für diese Geschwindigkeit gemacht. Pferde leben außerhalb dieser Logik. Sie kennen keine Benachrichtigungen, keine Deadlines, keine geteilte Aufmerksamkeit. Pferde existieren vollständig im Moment und holen uns, oft ganz unaufgeregt, genau dorthin zurück.
Die körperlich erfahrbare Entlastung, die dabei entsteht, wirkt nachhaltiger als jede App und jede Achtsamkeitsübung am Bildschirm. Analog vor digital, könnte man sagen – und genau das macht die Arbeit mit dem Pferd in unserer schnelllebigen Zeit so wertvoll. In einer Welt, die immer schneller wird, bleibt das Pferd im Jetzt. Wer sich darauf einlässt, findet einen Raum, in dem digitale Reizüberflutung keine Rolle spielt. Eine Begleitung, die durch psychologisches Fachwissen mit Expertise zu Auswirkungen von Digitalen und Sozialen Medien ergänzt wird.

Über mich

Als Psychologin arbeite ich in den Bereichen der Klinischen, Sport- und der Arbeitspsychologie. Meine psychologische Praxis befindet sich in Tirols Hauptstadt Innsbruck. In meiner psychologischen Arbeit setze ich mich vermehrt mit dem Gebrauch digitaler und sozialer Medien auseinander und schenke modernen Kommunnikationstechnologien große Beachtung. Dem Thema Demenz widme ich mich nicht zuletzt aufgrund persönlicher Betroffenheitals Angehörige. Solltet ihr Fragen haben kontaktiert mich gerne.
